Akkus statt Batterien

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In Haushalts-Elektrogeräten werden immer noch sehr viele Batterien benutzt, obwohl Batterien im Vergleich zu Akkus teurer und schädlicher für die Umwelt sind, da sie im Gegensatz zu Akkus höchstens nur ein paar mal genutzt (geladen und entladen) werden können. Die aktuelle Akkutechnologie steht Batterien in nichts mehr nach.

Dieser Artikel bezieht sich auf Akkus und Batterien, die im Haushalt in Geräten wie Fernbedienungen, drahtlosen Computermäusen, Kinderspielzeug, Taschenlampen, Digitalkameras und weiteren Elektrogeräten zu finden sind. Solche Akkus und Batterien sind in den standardisierten Baugrößen 9V-Block, Mono (xR20), Baby (xR14), Mignon (xR6), Micro (xR03) erhältlich.

Batterien und Akkus im Vergleich

Wo sind Batterien besser als Akkus?

Wo sind Akkus besser als Batterien?

Energiekostenvergleich

Wir vergleichen hier eine Alkali-Mangan Batterie in der Baugröße Mignon (LR6) mit einem Ni-MH Akku gleicher Baugröße (HR6). Bei Batterien fehlt die Kapazitätsangabe, deswegen wird hier auch zur Vereinfachung angenommen, dass die Batterie die gleiche Kapazität wie der Akku hat: 2000 mAh 2 Ah (Ampèrestunden).

Ergebnis

Eine Akkuladung kostet weniger als ein Cent, eine Batterie jedes mal 75 Cent. Je häufiger du Batterien in einem Gerät wechseln musst, desto eher tritt der Punkt ein, mit dem du mit Akkus Geld sparst (Break-Even-Point). Auch wenn dieser Punkt erst in Jahren erreicht wird, solltest du Akkus kaufen, da Akkus bei guter Pflege (siehe Punkt Akkupflege weiter unten) weit über ein Jahrzehnt lang benutzt werden können. Jede Batterie, die eingespart werden kann, schont die Umwelt und deinen Geldbeutel! :)

Welche Akkus sind gut?

Es gibt Ni-MH (Nickel-Metallhydrid) Akkus, die zwar viel Kapazität mitbringen, aber dafür auch eine hohe Selbstenladung haben, sodass die Akkus nach wenigen Wochen oder Monaten bereits nachgeladen werden müssen.

Besser sind Ni-MH Akkus mit geringer Selbstentladung, da diese ihre Ladung auch nach über einem Jahr noch nicht verloren haben. Solche Akkus verwende ich seit Jahren problemlos in meinen Funkweckern. Einmal Nachladen pro Jahr reicht völlig aus, um die Akkus voll zu halten und 365 Tage im Jahr zuverlässig geweckt zu werden ;)

Markennamen von Ni-MH Akkus mit geringer Selbstentladung

Die folgenden Markennamen bezeichnen Ni-MH Akkus mit geringer Selbstentladung:

Es gibt natürlich noch weitere Marken für Ni-MH Akkus mit geringer Selbstentladung, wie die Wikipedia-Seite zu dem Thema verrät.

Akkupflege

Tiefentladung vermeiden

Tiefentladung bedeutet, dass der Akku über einen Punkt hinaus entladen wird, ab dem im Inneren des Akkus schädliche chemische Reaktionen ablaufen können, welche die Kapazität des Akkus auf Dauer stark absenken, sodass der Akku nicht mehr so lange durchhält. Bei extremer Tiefentladung kann es zudem noch zu internen Kurzschlüssen kommen, wodurch der Akku wenige Tage nach dem Laden wieder leer ist.

Ein NiCd oder Ni-MH Akku kann als entladen gelten, wenn seine Spannung unterhalb von 1,2 Volt liegt. An diesem Punkt solltest du den Akku laden.

gute Ladegeräte verwenden

Es gibt immer noch Ladegeräte, die Akkus mit konstantem Strom laden oder zeitgesteuert laden. In den 1990er Jahren waren solche Ladegeräte häufig anzutreffen. Zeitgesteuerte Ladegeräte oder Ladegeräte mit Konstantstrom-Ladeverfahren können Akkus überladen, was sehr schädlich für Akkus ist.

Heutzutage solltest du Ladegeräte mit Mikrocontroller-Steuerung ("Ladegerät mit Mikroprozessor") verwenden, da diese zuverlässig erkennen, wann ein Akku voll ist und die Ladung rechtzeitig beenden. Oft wird bei solchen Ladegeräten als Ladeverfahren "Minus-Delta-U" angegeben, wobei es sich hier eigentlich nur um ein Verfahren handelt, bei dem die Ladung beendet wird. Taucht auf der Verpackung oder in der Beschreibung des Ladegerätes das Wort "Minus-Delta-U" oder "Delta-U" auf, kannst du sicher sein, dass es sich um ein gutes Ladegerät für NiCd und Ni-MH Akkus handelt.

Ladegeräte mit Minus-Delta-U Verfahren sind für NiCd- und Ni-MH Akkus ideal, da sie auf eine bestimmte Eigenschaft des Ladevorgangs dieser Akkutypen eingehen: Gegen Ende der Ladung sinkt die Akkuspannung bei NiCd- und Ni-MH Akkus wieder. Sobald die Spannung deutlich anfängt zu sinken, beendet das Ladegerät die Ladung.

Ladung an Solarpanelen

Wenn du NiCd- und Ni-MH Akkus an Solarpanelen oder Mini-Solarpanelen lädst, kann aufgrund der nicht konstanten Sonneneinstrahlung keine Minus-Delta-U Abschaltung vorgenommen werden, da je nach Sonneneinstrahlung der Ladestrom und damit auch die Ladespannung schwankt. Beim Laden an Solarpanelen solltest du deshalb die Akkus nur bis zu einer bestimmten Spannung laden oder die Akkus nur eine bestimmte Zeit am Solarpanel laden und danach vom Solarpanel trennen. Zwar werden die Akkus bei diesen "manuellen" Ladeverfahren nicht zu 100% vollgeladen, aber eine schädliche Überladung wird vermieden.

Im Artikel Akkus an Solarpanelen laden gehe ich genauer auf das Laden von Akkus an Solarpanelen ein.