Akku-Adapter aus Recyclingmaterial selber bauen

Wer kennt das nicht? Da will man ein Gerät betreiben aber hat nicht die passenden Akkus dafür: Sie sind mindestens eine Größe zu klein. Für dieses Problem gibt es eine Lösung: Akku-Adapter. Damit können Akkus in Geräten genutzt werden, die eine größere Bauform benötigen. Im Klartext: Micro-Akkus können beispielsweise in Geräten genutzt werden, welche Mignon-Akkus benötigen. Zusammen mit etwas Pappe aus einer Lebensmittelverpackung, etwas Klebstoff, Klebeband und Alufolie kann man sich selbst in 15-30 Minuten einen solchen Adapter bauen.

Hier ist die Anleitung. Benötigt wird:

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Zuerst wird ein Stück der Pappe ausgeschnitten, welches ungefähr der Höhe des Zielakkus entspricht. Der Quellakku wird in dieses Stück Pappe eingewickelt und die Dicke mit dem Zielakku verglichen. Macht die Pappe den Quellakku zu dick, wird sie abgerollt und um wenige Zentimeter abgeschnitten, bis die Dicke der des Zielakkus entspricht.

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Die Stelle, an der die Pappe außen abgeschnitten wurde, wird mit einem Stift markiert. Dann wird die Pappe auseinandergerollt und ab dem ersten Umlauf Klebstoff aufgetragen, sodass die Lagen Pappe gut aneinander haften (Markierung beachten!). Die Außenseite wird mit dickem Klebeband (mindestens 1,5 Umläufe) fest geklebt. Der Quellakku sollte einfach in den entstandenen Pappzylinder eingeführt werden können und mit einer heftigen Schüttelbewegung herausfallen. Ist dies nur mit Mühe möglich, müssen auf der Innenseite zumindest im unteren Bereich wenige Millimeter der Pappe abgeschnitten werden. Ist der Pappzylinder höher als der Zielakku (inklusive Noppen am Pluspol) wird der Pappzylinder so weit gestutzt, bis er nur so hoch ist wie der Zielakku.

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Damit auch am Pluspol eine leitende Verbindung entsteht, wird ein Stück Aluminiumfolie (mindestens 15 x 15 cm) ausgeschnitten und durch Falten und Zusammenpressen mit der Zange in einen flachen Aluminiumzylinder verformt. Um mehrere dieser Adapter in einem Batteriefach hintereinander verwenden zu können, kann der Aluminiumzylinder nach oben hin nach außen gewölbt sein. Wichtig ist, dass auf der Unterseite ein guter Kontakt zum Pluspol des Quellakkus möglich ist, daher sollte die Unterseite flach sein. Auf den Aluminiumzylinder wird nun seitlich Klebstoff aufgetragen und dieser in den Pappzylinder auf der Seite, die den Pluspol darstellen soll, hineingedrückt.

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Um es jedem einfach ersichtlich zu machen, wo Plus und Minus ist, kann ein Papierstreifen mit einem Batteriesymbol, welches die richtige Richtung zum Einlegen des Akkus zeigt und den Symbolen für den Plus- und Minuspol beschriftet werden.

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Der Adapter ist nun fertig. Auf den Bildern ist der Zusammenbau eines Adapters von der Größe Micro (AAA) auf die Größe Mignon (AA) zu sehen. Natürlich sind auch andere Adapter möglich. Bei einem Adapter von Mignon (AA) auf Baby (C) wird keine Aluminiumfolie benötigt, da beide Bauformen die gleiche Höhe haben und somit direkt der Pluspol des Mignon-Akkus benutzt werden kann. Ein Adapter von Micro (AAA) auf Mono (D) ist zwar theoretisch möglich, allerdings können Geräte mit Mono-Akkus durchaus einen höheren Strombedarf haben, welchen Micro-Akkus nicht oder nur kurzfristig decken können. Für alle anderen Fälle sind solche Adapter eine gute Lösung.

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Viel Spaß beim Basteln ;)