Nachdenken: Glück auf den Straßen

Wir stolzieren durch die Straßen, die wir gebaut haben und halten uns selbst für besser als unseren Nachbarn, sei es im Materiellen oder im Geistlichen. Wir schauen hinauf zu denen, die es in der Gesellschaft zu etwas gebracht haben, zumindest, wenn man den Medien glaubt. Gleichzeitig schauen wir herab auf diejenigen, denen die Gesellschaft nicht viel gibt, sei es aufgrund anderer Lebensauffassungen oder aufgrund anderer Lebensstile.

In unserer Welt ist es zu wichtig geworden, besser als andere zu sein, Egoismus hat die Geister vernebelt. Geld ist an die Stelle von Wertschätzung gerückt und auf der Suche nach Glück versuchen wir, immer mehr Geld anzuhäufen. Wozu?

Echtes Glück erkennt man daran, dass es immer da ist und eine ständige Kraftquelle ist. Was ist mit denen, die viel Geld angehäuft haben und alles verloren haben? Wo ist das Glück geblieben?

Was hat der ständige Egoismus außer Einsamkeit eingebracht? Wo ist das Glück geblieben?

Was hat das Herabschauen auf die Schwächeren der Gesellschaft gebracht außer Angst vor dem Abstieg in eine niedrigere gesellschaftliche Schicht? Wo ist das Glück geblieben?

Was hat das Hinaufschauen zu denen, die in den Medien als erfolgreiche oder einflussreiche Menschen dargestellt werden, eingebracht, abgesehen von Unzufriedenheit mit der eigenen "Erfolglosigkeit" und "Ohnmacht"? Wo ist das Glück geblieben?

Wir stolzieren durch die Straßen, auf der Suche nach Glück. Dabei haben wir die Pfade, die zu echtem Glück führen, verwildern lassen und sie nicht an unsere neuen Straßen angebunden. Durch Denken und die Bemühung des Geistes können wir die Pfade zu echtem Glück finden. Wir müssen stark und ohne Angst sein, um nicht zur trügerischen Sicherheit der Straße zurückzukehren. Sie engt uns ein, während der Pfad uns Freiheit gibt. Sie gibt den Weg vor, während der Pfad uns selbst entscheiden lässt, wo wir hinwollen. Der Pfad führt zum Glück, die Straße nur zum nächsten Geldschein.