Verkehrshütchenschutz auf der A63

Mehrmals bin ich in den letzten Wochen über die A63 (Kaiserslautern – Mainz) gefahren und habe mich über die Verkehrshütchen-Schutzmaßnahmen in der Nähe von Kirchheimbolanden gewundert und muss nun mitteilen, dass übertriebener Hütchenschutz negative Auswirkungen hat.

Verkehrshütchen (offiziell "Leitkegel" genannt) sind sehr schreckhaft. Daher müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, wenn sie an der Autobahn, insbesondere links von der linken Spur aufgestellt werden. Auch dürfen sie nicht zu nass stehen, da sie sich sonst erkälten und dann noch leichter erschrecken. Das Erschrecken eines Hütchens kann zu großen Verkehrsproblemen führen, da es nach dem Schreck umfällt und durch die Gegend rollt.

Wie wurde nun der Hütchenschutz auf der A63 um Kirchheimbolanden umgesetzt? Ganz einfach: Wenige hundert Meter vor den Hütchen fängt eine Langsamfahrstelle an: Erst 130 km/h, dann 100 km/h, schließlich 80 km/h. Etwa 50 Meter hinter den Hütchen ist die Langsamfahrstelle zuende, alle Beschränkungen sind aufgehoben. Zum Schutz der Hütchen vor Regen stehen diese extra unter einer Brücke. Für ein Hütchen, welches sich eine Brücke weiter verirrt hatte, wurde ebenfalls extra eine Langsamfahrstelle eingerichtet.

Ein Nebeneffekt dieses übertriebenen Hütchenschutzes wurde dabei nicht berücksichtigt: Wo die Bedingungen für Hütchen ideal sind, lassen sich auch Leitbaken nieder, welche eine ganze Spur sperren können. Dies führt dazu, dass auf der A63 nicht nur in Richtung Kaiserslautern Langsamfahrstellen eingerichtet wurden, sondern auch in Richtung Mainz welche anzutreffen sind. In Kürze können neben Leitbaken auch Baustellenfahrzeuge auftauchen, sofern Leitbaken und Hütchen weiterhin die Autobahn besetzt halten.

Dieses Beispiel zeigt, dass man es mit Hütchenschutz nicht übertreiben sollte. Hütchenschutz ist richtig und wichtig, aber muss mit Maß erfolgen. Sonst sind innerhalb von wenigen Jahren mehrere Autobahnen voller Hütchen! Hütchenspieler werden sich freuen...